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Schwiegermonster (?!)

Wenn eine Schwiegermutter zum Schwiegermonster wird zerrt das ganz schön an den Nerven.
Aber wieso passiert sowas? Wieso bei meiner Schwiegermutter, die ich eigentlich so gern hatte?
Weil ich ihr nicht mehr passe, schätz ich. Eine deutsche Frau in einer japanischen Familie funktioniert scheinbar nicht.
Zu meiner Situation:
Wir wohnen jetzt seit Anfang April, auf Grund finanzieller Probleme, bei meinen Schwiegereltern im Haus. Wir haben 3 Zimmer komplett für uns, hieß es. Doch letzten endes, schlafen wir nur in diesen. Denn Privatsphäre haben wir keine.. Also ''wir'' ist das falsche Wort. Viel eher ICH, denn mein Mann ist NIE Zuhause.
Mein von meiner Schwiegermutter festgelegter Tagesablauf beinhaltet eine 10 minütige Pause, während mein Sohn Mittagschlaf macht.
Denn ich bin immerhin eine Mutter und Ehefrau. Ich darf keine Pause machen. Wo kämen wir dann hin?! Um 8 Uhr aufstehen? VIEL ZU SPÄT.
Eine gute Mutter steht um 5 Uhr (spätestens 6Uhr) morgens auf. Macht Frühstück und Wäsche bevor sie um 10 Uhr ihren Gatten weckt, ihn von vorn bis hinten bewirtet. Pausen braucht eine Mutter und Ehefrau nicht, denn es ist keine Arbeit,was ich verrichte sondern die Aufgabe einer Frau...
Mein Kind selbst erziehen? Oh Gott wie futuristisch. Die Schwiegermutter hat zu bestimmen wie und was ich etwas mit meinem Sohn machen muss und darf. Schnuller? Strumpfhose? Gekaufte Babynahrung? Skandalös. Was fällt mir Rabenmutter denn ein, dass ich nicht 24 Stunden am Herd stehe und selbst jede Mahlzeit Babybrei koche. Wenn man nicht selbst kocht, liebt man schließlich nicht genug!
Freizeit, Freunde und Hobbies braucht eine gute Mutter nicht.. Immerhin hat sie ein Kind und einen Mann! Das müssen ihre Hobbies sein und sonst nichts. Achso und Arbeiten soll man nebenbei noch, während man den Mann bewirtet und das Kind versorgt. Selbstverständlich.
Und japanisch lernen? Natürlich! dafür hab ich genug Zeit jeden Tag. Eine Mutter hat ins Bett zu gehen, wenn sie alles erledigt hat. Und wenn sie nur 2 Stunden Schlaf in der Nacht bekommt ist das nichts Schlimmes. Denn sie hat früh nicht Müde zu sein! Eine gute Mutter braucht keinen Schlaf. Hauptsache der Mann ist ausgeschlafen, schließlich hat er die wichtigsten und anstrengendsten Arbeiten zu erledigen.
Deswegen muss ihm immer alles hinterher geräumt werden. Mal selbst ein Glas oder den Müll in die Küche trage wäre unnötige Belastung für den Hausherren.
Eigentlich traurig, dass fast der komplette Text in Ironie verfasst werden musste, dass ich selber nicht vollends begreifen kann, wie schäbig meine momentane Situation mittlerweile ist.
Man hofft auf Besserung und klammert sich an jeden Strohhalm, der einem hingereicht wird. Obwohl man weiß, dass es nicht besser werden wird. Man ist dumm, und will weiter in einer verlorenen Schlacht kämpfen...
12.5.16 06:52


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Geschichte

Dieser Web-Blog soll eigentlich mehr als eine Art Tagebuch fungieren...In diesem Eintrag schreibe ich über meine Geschichte bzw. über die Vorgeschichte des Ganzen...
Ich bin C. und bin mittlerweile 22 Jahre alt. Ich bin verheiratet mit einem japanischen Mann [Y.] und habe einen Sohn, welcher jetzt 7 Monate alt ist.
Meinen Mann lernte ich im September 2014 kennen und lieben. Wir kamen kurz darauf zusammen. Wir hatten viele Dates, gemeinsame Verabredungen und Unternehmungen. Im Dezember wurde ich ungeplant schwanger, doch wir freuten uns auf unser kleines großes Glück. Daraufhin zogen wir im März nach Japan, da er meinte er könne hier besser für mich sorgen. Gesagt getan. Wir packten unsere Sachen und zogen nach Osaka, und heirateten im Juli. Wir waren glücklich, wie am 1. Tag.Im September wurde mein Sohn geboren und unsere Familie schien perfekt. Wir planten schon weitere Kinder und wollten unser Glück erweitern!..
Zumindest war es das, was sich in meinem kleinen Köpfchen abspielte...
Doch wie sah die Realität aus?
Nicht so rosig jedenfalls. Unsere Beziehung und Ehe war gespickt von Streit, Gewalt und Misstrauen. Doch wie kam es soweit? Ich hab keine Ahnung..Am Anfang unserer Beziehung war ich 21. Ich war unerfahren in Sachen Liebe. Ich hatte keine Ahnung, wie man eine ernste Beziehung führt, obwohl ich frisch aus einer Beziehung kam. Er vertraute mir keinen Meter. Ab dem 1. Moment, doch ich konnte das am Anfang nicht sehen. Ich war blind vor Liebe und zerredete es mir quasi. Kurz bevor wir von der bestehenden Schwangerschaft erfuhren begannen die Streitereien. Er hörte mir nie zu. Ließ mich nicht auch nur einmal aussprechen, was ich dachte. Ich schluckte einfach alles runter und hoffte, dass er sich schnell wieder beruhigen würde. Ich redete mir ein, dass es nur eine Phase sei, da wir uns eine Weile nicht sahen und er sehr nervös war, weil seine Mutter ihren Besuch angekündigt hatte.
Doch auch im Januar und den darauf folgenden Monaten legte sich dieses Verhalten nicht.
Mir ging es, durch die Schwangerschaft, zunehmend schlechter. Morgendliche Übelkeit, Schmerzen am ganzen Körper und Stimmungsschwankungen waren an der Tagesordnung. Ich musste mich bei einem Freund aussprechen, der selbst schon eine Frau und einen Sohn hat. Einfach nur meinen Gefühlen Luft machen. Dies verheimlichte ich meinem Mann auch nicht. Ich sagte ihm, dass ich mich mit einem Freund treffen würde und sah da auch nichts schlimmes dran. Ein großer Fehler, wie sich rausstellte. Er hält mir dieses Treffen bis heute in unseren Streitgesprächen vor und unterstellt mir die Untreue, welche allerdings nur eine Einbildung seiner Seits ist. Ich habe nie auch nur einen Gedanken daran verschwendet ihn zu betrügen. Doch das versteht und glaubt er mir bis heute nicht. Auch, dass mir auf Grund von meiner Schwangerschaftsbedingten WehWeh-Chen nicht nach Treffen und großen Unternehmungen zumute war, versteht er nicht und hält er mir tagtäglich vor...
In Japan angekommen dauerte es nur wenige Tage bis die nächsten Streitereien eintrafen und so zog sich das Woche für Woche. Ich schob seine schlechte Laune immer wieder auf andere Dinge. Fehlende Arbeit, schlechtes Essen, Demotivation, Stress mit Kollegen oder dem Chef auf der Arbeit, Scheiß Verkehrsbedingungen, etc..
Auch nach der Geburt unseres Sohnes legte sich die ganze Situation nicht. Sie verschärfte sich eher. Er verlor jedes Mal mehr Hemmungen beim Streiten. Erst kam er mir sehr Nahe. Dann packte er mich am Kragen meines T-Shirts. Dann griff er mich kräftig an den Armen oder der Schulter. Bis hin zur Ohrfeige, wenn ich ihn Unterbrach oder ihn missverstand. Von fliegenden Gegenständen und Möbelstücken mal abgesehen... Jetzt sind wir von Osaka nach Tokushima, in die Heimat seiner Eltern, gezogen.. Wohnen bei ihnen mit im Haus. In der Hoffnung es würde sich etwas ändern.
Mittlerweile haben wir April 2016. In diesem April haben wir uns bisher 14(?) mal gestritten... Und der Monat ist noch nicht einmal um..
Ich hoffe immernoch auf eine friedliche und liebevolle Zukunft mit ihm! Einfach, weil ich ihn liebe....
25.4.16 09:09





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